Kurz vorm Ziel, letzter Stopp im Fläming

Fleischberge, Salate, Aioli, Gemüse, eingelegte Gurken, Nachtisch. Es fehlte an nichts, schmeckte lecker und wir hauten uns die Bäuche voll. Hatten wir auch nötig. Ich hatte die ganze Tour über richtig Bock auf Grillen. Jetzt bin ich erstmal wieder geheilt von dem Verlangen für die nächste Zeit. Zur Verdauung musste natürlich nicht nur ein Becherovka getrunken werden. Wir ließen es uns gut gehen.

Das letzte Bier muss schlecht gewesen sein. Ulli verabschiedete sich halb 10, ich war noch bis halb 12 an der frischen Luft, direkt neben der Feuerschale. Heute morgen hatte ich einen dezenten Kopfschmerz. Gut, dass es gleich wieder auf den Bock ging. Zum Frühstück konnten die Grundlagen von gestern ergänzt werden. Um kurz nach 9 war Startschuss.

Hinter Löberitz. Die Felder sind furztrocken.

Straße Richtung Raguhn.

Über die Promillewege ging es bis nach Salzfurtkapelle. Von dort über Raguhn bis nach Mölau und Wörlitz bis auf den Elberadweg. Wir bewegten uns meist über Radwege und wenig befahrene Straßen. Alles flach. Eine gesperrte Brücke konnte uns nicht aufhalten. Wir suchten uns einen Weg über die Felder.

Unsere persönliche Baustellenumfahrung.

Pause in Möhlau.

Der Becherovka bescherte mir überraschenderweise sehr gute Beine. Ab Wörlitz fuhr ich über 20 Kilometer auf dem Elberadweg vorne mit hohen Wattzahlen. Es war sehr ruhig im Fahrerfeld. Mir ging es sehr gut. Der Wind kam heute aus Osten, unserer Fahrtrichtung. Die ganze letzte Woche und die nächsten 5 kommt er wieder aus Westen. Und wenn ich mal wieder in die andere Richtung unterwegs bin auch. Logo! Ulli war sichtlich erleichtert, als wir um 12:30 Uhr in Wittenberg ankamen. 62 Kilometer hatten wir da schon weg und 23,5 km/h im Schnitt.

Hinter dem Elbedamm konnten wir richtig knüppeln.

Es war bereits der zweite Teller.

War sehr lecker.

Der Laden meines Vertrauens heißt „Hasans Falafel“. Wenn ich hier einmal, maximal zweimal im Jahr vorbei komme, kehre ich ein. Wir genehmigten uns den Schawarmateller und zwei Teller Baklava. Alles zu einem unglaublich günstigen Preis. Und von super Qualität. Die Betreiber sind Syrer, die geflüchtet sind und hier in der Provinz eben diesen Laden betreiben. Unsere Tischnachbarin meinte, dass die Besitzer es hier schwer hätten, weil viele Menschen Vorurteile gegenüber „Arabern“ haben und es erst gar nicht probieren. Traurig, was man manchmal so zu hören bekommt.

Die Dürre ist ein starker Kontrast…

…zu den grünen Feldern in Bayern. Die Sonnenblumen sind tot.

Wir haben uns nach der Pause vorgenommen einen Gang raus zu nehmen. Schon vergessen, das ist eine Art Urlaub! Noch in Wittenberg gingen wir einkaufen, da in Oehna, dem Ort des Campings, nichts ist. Ich empfehle dazu das Lied „Brandenburg“ von Rainald Grebe.

Tatsächlich mussten wir langsamer fahren, weil der Wind zulegte. Hinter Zahna überquerten wir die Landesgrenze von Brandenburg. Die Wege wurden besser, da wir recht schnell auf den Flämingskate stießen. Nach 103 Kilometern waren wir da und das Sitzfleisch war recht stark mitgenommen. Das benachbarte Freibad war wegen eines technischen Defekts geschlossen.

Ullis unerfreuliche Überraschung.

Es gibt zum Abschluss Würstchengulasch. Hat sich Ulli gewünscht. Er hat außerdem für jeden einen Jägermeister geholt. Ich kann behaupten, dass ich dieses Getränk hasse!

Morgen folgt der letzte Streich. 115 Kilometer bis vor die Haustür. Ich freu mich drauf und auf meine Begleiter ab Schönefeld. Der letzte Blogeintrag kommt erst am Montag und ich versuche mich an einem Fazit. Ich muss mich für den Abschied noch einmal sammeln und will auch nicht, wenn ich nach Hause komme, zu Silka sagen, dass ich jetzt erstmal eine Stunde Blog schreibe.

2 Kommentare

  1. Hallo Lars,
    die Blog-Pause ist voll nachvollziehbar – immerhin wartet Silka schon sehnsüchtig auf ihr Citron-Törtchen🧁, DAS geht natürlich vor😉
    Dann lasst euch den Würstchengulach mit Jägermeister schmecken😋😋

  2. Danke!

    Es ist ja keine Pause, weil es der letzte Eintrag sein wird! Ziemlich sicher…

    Gute Nacht 😉

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