Durch die Heimat mit dem Rad zu fahren ist schon interessant. In Halle war ich tatsächlich schon ein paar Jahre nicht mehr. Hier habe ich von 2004 bis 2010 studiert. Darum hängen hier einige Erinnerungen. Ich war gespannt, was sich so verändert hatte und wie es sich anfühlte.

Frühstück gabs auf dem Campingplatz. Mit Übernachtung bezahlten wir bescheidene 18 Euro. Unschlagbarer Preis! Wir fuhren entlang des Geiseltalsees und gleich mal hinauf auf den Weinberg. Ein schöner morgendlicher Ausblick war die Belohnung. Es ging immer weiter auf Radwegen bis nach Merseburg. Dort machten wir an der Saale die erste Pause.

Blick vom Weinberg zurück zur Marina in Mücheln.

Pause in Merseburg.

Unser Alter bekannter, der Saaleradweg, sollte von hier bis Lettin unser Begleiter sein. In Halle-Silberhöhe waren wir um 11 Uhr. Von hier ging es über die Peißnitz, vorbei am Sportplatz Ziegelwiese, wo im Sportstudium einige Qualen zu erleiden waren. Wir pausierten direkt an der Saale bei Fischbrötchen, Bockwurst, Bratwurst und alkoholfreiem Radler. Der Fisch sollte uns noch länger in Erinnerung bleiben. Gerade in den Anstiegen machte er sich bemerkbar. Auf der Peißnitzinsel waren die Aufbauarbeiten fürs Laternenfest am Wochenende in vollem Gange. Die Burg Giebichenstein ließen wir rechts liegen und fuhren im Norden von Halle wieder aus der Stadt.

Radweg kurz vor Brachwitz.

Es sollte bei Brachwitz mit der Fähre über die Saale gehen. Natürlich war diese noch bis nächste Woche außer Betrieb. Also mussten wir zum nächsten Übergang bis Wettin, wo wir die Saale überqueren konnten. Unnötige 10 Kilometer Umweg. Ich trat bis dahin das dicke Blatt und wir flogen gefühlt. Schließlich hatten wir uns um 14 Uhr mit meinem Vater auf dem Petersberg verabredet. Er wollte uns entgegen kommen.

Kurz vor Wettin.

3 Minuten mit der Fähre.

Gemeinsame Abfahrt vom Petersberg.

Mit hohen Pulszahlen ballerten wir den Petersberg nach oben. Auf diesem Breitengrad die höchste Erhebung in Richtung Osten bis zum Ural. Ich hatte ihn steiler in Erinnerung. Gleichzeitig unser letzter echter Berg vor Berlin. Um 14:05 Uhr kamen wir unpünktlich an und gratulierten meinem alten Herren erstmal zum 66. Geburtstag. Zur Feier gab es für Ulli und mich eine Cola und für Eric ein Hefeweizen. Für 12,50 Euro! Petersberg Summit, the place to be…

Treiben lassen im kalten Pool.

Die letzten 15 Kilometer bis Zörbig spulten wir schnell herunter und wurden mit Kaffee und Buttercremetorte empfangen. In den Pool ging es auch noch. Heut Abend geht die Fresserei logischerweise weiter. Grundlage für die dreistellige Etappe morgen bis in den Fläming.